Leistungsbeschreibung

Ausländer haben nach einem 8-jährigen rechtmäßigen Aufenthalt im Inland einen Anspruch auf Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung, wenn die unten angegebenen Voraussetzungen erfüllt sind.

Der rechtmäßige Aufenthalt im Inland berechnet sich ab der Ersterteilung einer Aufenthaltserlaubnis. Zeiten einer Duldung begründen grundsätzlich keinen rechtmäßigen Aufenthalt. 

Die Einbürgerung erfolgt nur auf Antrag.

Sollten Sie sich unsicher sein, ob Sie die Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen, ist ein Beratungstermin empfehlenswert.

Zurzeit ist mit einer Wartezeit auf einen freien Termin von bis zu einem Jahr zu rechnen.

Der Anspruch auf Einbürgerung hat folgende wesentliche Voraussetzungen:

  • Der Anspruch auf Einbürgerung hat folgende wesentliche Voraussetzungen:
    gewöhnlicher und rechtmäßiger Inlandsaufenthalt von 8 Jahren (Verkürzung auf 6 Jahre mit besonderer Integrationsleistung, auf 7 Jahre mit erfolgreich absolviertem Integrationskurs, auf 3 Jahre bei deutschen Ehegatten/Lebenspartnern)
  • Bekenntnis zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
  • keine verfassungsfeindlichen Betätigungen
  • in der Regel selbstständige Sicherung des Lebensunterhaltes (kein Bezug von öffentlichen Leistungen)
  • Straffreiheit
  • ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache (B1 Niveau, TELC-zertifiziert)
  • Nachweis von Kenntnissen der Rechts- und Gesellschaftsordnung (Einbürgerungstest)
  • Grundsätzlich Aufgabe oder Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit (ausgenommen Staatsangehörige eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union oder der Schweiz)

Die Angaben im Einbürgerungsantrag sind von dem Einbürgerungsbewerber nachzuweisen und durch Urkunden und Unterlagen zu belegen. Dabei handelt es sich regelmäßig um

  • gültige/n Pass/Pässe oder andere Urkunden zur Identitätsfeststellung und zum Nachweis der Staatsangehörigkeit/en
  • gültigen Aufenthaltstitel (Scheckkartenformat)
  • Nachweis über den Personenstand, z. B. Geburts- oder Abstammungsurkunde, ggf. Eheurkunde
  • eigenhändig geschriebener Lebenslauf (nur von Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben); der Lebenslauf soll eine Schilderung des persönlichen und beruflichen Werdegangs enthalten
  • Lichtbild aus neuerer Zeit (nur von Einbürgerungsbewerbern, die das 16. Lebensjahr vollendet haben)
  • Nachweis über Einkommen und Vermögen (z. B. Verdienstbescheinigungen, Steuerbescheide, Rentenbescheide, Unterhaltsregelungen)
  • Nachweis ausreichender deutscher Sprachkenntnisse entsprechend den Anforderungen der Sprachprüfung zum Zertifikat Deutsch (Sprachniveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen) in mündlicher und schriftlicher Form
  • Einbürgerungstest zum Nachweis der Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland. Dieser Test wird in Braunschweig bei der Volkshochschule abgelegt. Der Einbürgerungstest ist nicht erforderlich, wenn ein Abschluss einer deutschen Hauptschule oder ein vergleichbarer oder höherer Schulabschluss einer deutschen allgemeinbildenden Schule nachgewiesen werden kann.

Weitere Unterlagen können erforderlich sein, z. B. Nachweise über einen besonderen Status (Asylberechtigter, ausländischer Flüchtling u. a.), Nachweise über die Annahme als Kind, Nachweise über die Auflösung der Ehe.

Beachten Sie bitte die folgenden Hinweise:

Alle Unterlagen verbleiben grundsätzlich bei den Akten der Einbürgerungsbehörde. Deshalb sind die erforderlichen Unterlagen (außer Lebenslauf + Passbild) in Kopie unter Vorlage der Originale einzureichen. Eine Ausnahme gilt für deutsche Personenstandsurkunden, die jederzeit ohne Schwierigkeiten erneut beschafft werden können. Diese Urkunden sind im Original einzureichen und dürfen nicht älter als 6 Monate sein. Abschriften oder Ablichtungen können auch von der Einbürgerungsbehörde beglaubigt werden, wenn die Originale vorgelegt werden. Von Unterlagen in fremder Sprache wird außer dem Original oder einer beglaubigten Abschrift oder Ablichtung zusätzlich eine deutsche Übersetzung benötigt. Diese Unterlagen müssen von einem öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher oder Übersetzer erstellt sein. Sie erleichtern die Bearbeitung Ihres Einbürgerungsantrags, wenn Sie alle benötigten Unterlagen gesammelt auf einmal einreichen.

Die Gebühr für die Einbürgerung beträgt grundsätzlich 255,00 Euro. Für minderjährige Kinder, die miteingebürgert werden, beträgt die Gebühr jeweils 51,00 Euro. Die anfallende Gebühr ist bei Antragstellung zu entrichten.

Bitte füllen Sie den Einbürgerungsantrag unter „Downloads/Links“ vollumfänglich aus und laden Sie die entsprechenden Unterlagen hoch. Für Minderjährige ab dem 16. Lebensjahr ist ein eigener Antrag erforderlich.

Sollten Sie Unterlagen bei der Antragstellung vergessen, senden Sie diese im Anschluss bitte an einbuergerung@braunschweig.de.

Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt ein Termin für die Vorlage der Originale sowie zur Entrichtung der Verwaltungsgebühr.

Es wird vorsorglich darauf hingewiesen, dass der Einbürgerungsantrag erst bearbeitet werden kann, wenn alle Unterlagen vollständig sind. 

Es wird weiter darauf hingewiesen, dass Sie verpflichtet sind, Veränderungen in Ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen unter Vorlage geeigneter Nachweise (z. B. Heirat, Trennung vom Ehepartner, Scheidung, Wechsel des Arbeitgebers, Arbeitslosigkeit, Bezug von Leistungen nach dem Zweiten oder Zwölften Buch Sozialgesetzbuch, Straffälligkeit, Umzug usw.) unverzüglich mitzuteilen hat.

Die Bearbeitungszeit beträgt ca. 8 Monate bis 1 Jahr. Abweichungen sind möglich, insbesondere in Hinblick auf etwaige Entlassungsverfahren bei der Heimatbehörde.

Bei Antragseingang wird die Verwaltungsgebühr fällig.

Informationen zur Ermessenseinbürgerung

Hier kann bei der Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen eine Einbürgerung nach Ermessen der Behörde erfolgen, wenn im Einzelfall ein öffentliches Interesse an der Einbürgerung festgestellt werden kann. Es gelten für bestimmte Personengruppen (z. B. Ehegatten oder Lebenspartner Deutscher, anerkannte Flüchtlinge) kürzere Aufenthaltszeiten als bei der Anspruchseinbürgerung.

Bitte informieren Sie sich bei Ihren Ansprechpartnern.